Online Shop erstellen lassen: Was es wirklich kostet

Alle sagen: "Shopify, ab 29 Euro im Monat, fertig." Andere sagen: "Eine richtige Agentur kostet 20.000 Euro aufwärts." Beides stimmt. Und beides ist ohne Kontext komplett nutzlos. Ich betreibe seit Jahren einen eigenen Shopify-Store (HS Activa, Supplement-Brand) und entwickle Shopify-Apps. Ich kenne beide Seiten: was es kostet, einen Shop professionell aufzusetzen, und was es kostet, wenn man an der falschen Stelle spart. Das hier ist kein Agentur-Pitch. Ich will dir nichts verkaufen. Ich erkläre dir, was du wirklich zahlst, wo die versteckten Kosten lauern und wann du besser alles selbst machst.

⚡ Für Eilige

Ein professioneller Online-Shop kostet zwischen 1.500€ und 15.000€ einmalig. Die echte Überraschung sind die laufenden Kosten: Shopify-Apps, Wartung und Updates fressen schnell 300-600€ pro Monat. Wer unter 20 Produkte hat und testen will, fährt mit DIY besser.

Preisübersicht für Online-Shop Erstellung: 1.500-15.000 Euro mit drei Kostenkategorien

Was ein Online-Shop erstellen lassen wirklich kostet

Ein Online-Shop erstellen lassen kostet für die meisten kleinen und mittleren Projekte zwischen 1.500 und 15.000 Euro einmalig. Die Preisspanne ist riesig, weil sie von drei Faktoren abhängt: Shopsystem, Umfang und wer die Arbeit macht. Die Enterprise-Zahlen jenseits der 50.000 Euro kannst du für die meisten Fälle ignorieren.

Hier die drei realistischen Kategorien, die ich aus eigener Erfahrung und Marktbeobachtung kenne:

Einfacher Shop mit fertigem Theme (1.500 bis 5.000 Euro)
Ein Freelancer oder Shopify-Experte richtet dir einen Shop mit gekauftem Theme ein, importiert deine Produkte und konfiguriert Zahlungen und Versand. Das reicht für den Start. Bei HS Activa habe ich damals genau so angefangen.

Individueller Shop mit eigenem Design (5.000 bis 15.000 Euro)
Eine Agentur entwickelt ein eigenes Design, passt das Theme an deine Brand an und richtet Integrationen ein. Sinnvoll, wenn du eine klare Markenidentität hast und dich von der Masse abheben willst.

Komplexer Shop mit Systemintegration (15.000 Euro aufwärts)
ERP-Anbindung, PIM-System, mehrsprachig, Multi-Warehouse. Das sind Projekte, die Monate dauern. Für die meisten Erstgründer ist das nicht relevant.

⚠️ Achtung

Achtung

 Was Angebote oft verschweigen

Die Einmalkosten sind nur die halbe Wahrheit. Ein Shopify-Shop mit 8 bis 12 Apps kostet schnell 300 bis 600 Euro pro Monat. Dauerhaft. Das gehört in jeden Budgetplan, bevor du unterschreibst.

Vergleichstabelle: Shopify, WooCommerce und Shopware für DACH-Region Online-Shops

Shopify, WooCommerce oder Shopware: Welches System passt?

Shopify ist die beste Wahl für die meisten Online-Shops im DACH-Raum, solange du physische Produkte verkaufst und schnell starten willst. WooCommerce lohnt sich, wenn du schon eine WordPress-Seite hast. Shopware macht bei komplexen B2B-Anforderungen und großen Katalogen Sinn.

✅ Profi-Tipp

Erstelle eine detaillierte Kostenübersicht als Google Sheet oder Tabelle und bette sie prominent im Artikel ein – Nutzer suchen bei diesem Thema nach konkreten Zahlen zum Vergleichen und Kalkulieren, was die Verweildauer und Engagement massiv erhöht.

Das sage ich nicht, weil ich Shopify-Fanboy bin. Ich sage es, weil ich seit über zehn Jahren E-Commerce mache und die Systeme kenne.

Shopify startet bei 36 Euro pro Monat (Basic-Plan). Du brauchst keinen eigenen Server, keine PHP-Updates, keine Sicherheitspatches. Das System läuft. Punkt. Als ich den HS Activa Shop aufgebaut habe, war das ein riesiger Vorteil: Ich konnte mich auf Produkte und Marketing konzentrieren statt auf Technik.

Aber: Shopify hat App-Kosten. Ich entwickle selbst Shopify-Apps und sehe jeden Tag, was Händler an monatlichen App-Gebühren zahlen. Reviews, Upselling, E-Mail-Marketing, Bundles, Subscriptions. Das summiert sich auf 200 bis 500 Euro pro Monat. Das ist kein Bug, das ist das Geschäftsmodell. Wer das nicht einkalkuliert, rechnet sich arm.

WooCommerce ist als Plugin kostenlos. Hosting, Premium-Plugins und Wartung kosten aber 30 bis 150 Euro monatlich. Der Vorteil: maximale Flexibilität. Der Nachteil: Du oder jemand in deinem Team muss WordPress können. Updates, Sicherheit, Plugin-Konflikte. Das kostet Zeit.

Shopware ist das deutsche Shopsystem mit starker B2B-Ausrichtung. Für komplexe Produktkonfigurationen, große Kataloge mit 10.000+ Artikeln und wenn du Wert auf "Made in Germany" legst, ist Shopware eine solide Wahl. Für einen ersten D2C-Shop mit 50 Produkten? Überdimensioniert.

✅ Spart 0,5-2% pro Bestellung

Shopify Payments ist in Deutschland verfügbar und spart dir die zusätzlichen Transaktionsgebühren, die Shopify bei externen Zahlungsanbietern berechnet. Bei 10.000 Euro Monatsumsatz sind das 50 bis 200 Euro. Lass das unbedingt einrichten.

Entscheidungsbaum: Wann Agentur, Freelancer oder Selbermachen beim Online-Shop sinnvoll ist

Agentur, Freelancer oder selbst machen: Wann lohnt sich was?

Für einen ersten Test-Shop mit unter 20 Produkten brauchst du keine Agentur. Selbst machen mit Shopify reicht. Einen Freelancer holst du dir für fokussierte Aufgaben. Eine Agentur macht Sinn, wenn du ernsthaft skalieren willst und deine Zeit mehr wert ist als das Agentur-Honorar.

✅ Profi-Tipp

Baue einen interaktiven Kostenrechner direkt in den Artikel ein, bei dem Nutzer Produktanzahl, gewünschte Features und Shop-Typ eingeben können – das generiert Featured Snippets, erhöht Backlink-Potenzial und positioniert dich als Tool-Provider statt reiner Content-Quelle.

Das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn die meisten Agenturen raten dir nicht von sich selbst ab. Warum auch? Sie leben davon. Also hier die ehrliche Einordnung:

Selbst machen (0 bis 500 Euro)
Shopify hat vorgefertigte Themes, die gut aussehen. Jimdo und Wix auch, aber die skalieren nicht. Wenn du ein Konzept testen willst, starte mit Shopify, einem kostenlosen Theme und 10 Produkten. Das reicht. Ich habe bei HS Activa genauso angefangen: kein Custom-Theme, kein Agentur-Setup. Erst als der Umsatz kam, habe ich investiert.

Freelancer (500 bis 3.000 Euro)
Gut für definierte Einzelaufgaben. Theme-Anpassung, Produktimport, Shopify-Konfiguration. Du brauchst aber jemanden, der Shopify kennt. Nicht irgendeinen Webdesigner, der sich das Liquid-Template zum ersten Mal anschaut.

Agentur (5.000 bis 15.000 Euro)
Sinnvoll, wenn du einen komplexen Produktkatalog hast, Systemintegration brauchst oder wenn du ab Tag 1 professionell auftreten musst (etwa bei einer etablierten Offline-Marke, die online geht). Auch sinnvoll, wenn deine eigene Stunde mehr kostet als die Agentur-Stunde.

Die meisten Erstgründer brauchen keine 8.000-Euro-Agentur für einen MVP-Shop. Das ist Geld, das du besser in Marketing steckst.

Monatliche Folgekosten eines Shopify-Shops: Fixkosten und versteckte Ausgaben im Detail

Die versteckten Folgekosten: Was du nach dem Launch wirklich zahlst

Die laufenden Kosten eines Online-Shops übersteigen die Einmalkosten oft schon im ersten Jahr. Das sagt dir kaum ein Agentur-Angebot, weil es den Preis unattraktiv macht. Bei HS Activa habe ich das selbst durchgerechnet und war überrascht, wie schnell sich die monatlichen Kosten summieren.

✅ Profi-Tipp

Ergänze konkrete Fallbeispiele mit Screenshots und Rechnungen aus deinem HS Activa Shop (anonymisiert wo nötig) – authentische Case Studies mit echten Zahlen ranken deutlich besser als generische Ratgeber und werden häufiger in Foren und Social Media geteilt.

Hier eine ehrliche Aufstellung für einen professionellen Shopify-Shop:

Fixkosten pro Monat:

  • Shopify-Plan: 36 bis 384 Euro (je nach Plan)
  • Shopify-Apps: 150 bis 500 Euro (Bewertungen, E-Mail, Upselling, Analytics)
  • Domain: ca. 1 bis 2 Euro
  • E-Mail-Marketing-Tool: 20 bis 80 Euro

Variable Kosten:

  • Transaktionsgebühren: 0,5 bis 2% pro Bestellung (mit Shopify Payments weniger)
  • Wartung und Updates: 50 bis 200 Euro (wenn du einen Freelancer dafür hast)
  • Content-Erstellung: einmalig 500 bis 3.000 Euro (Produktfotos, Texte)
  • Rechtsberatung: einmalig 500 bis 1.500 Euro (DSGVO, AGB, Widerrufsbelehrung)
  • Buchhaltungs-Tools und Steuerberater: 50 bis 150 Euro pro Monat (Lexoffice, sevDesk oder ähnliches)

Was viele unterschätzen: Die App-Kosten bei Shopify wachsen mit deinem Shop. Am Anfang denkst du, drei Apps reichen. Dann brauchst du ein Bewertungs-Tool, dann ein Upselling-Plugin, dann ein Analytics-Dashboard. Jede einzelne App kostet zwischen 10 und 80 Euro pro Monat. Bei HS Activa habe ich über die Jahre 15 aktive Apps angesammelt. Nicht weil ich Apps sammle, sondern weil jede einzelne einen konkreten Job erledigt, den ich manuell nicht stemmen könnte.

Dazu kommt: Viele Agenturen nennen dir die App-Kosten im Angebot gar nicht. Du bekommst den Shop für 5.000 Euro, gehst live und stellst im ersten Monat fest, dass du noch 400 Euro für Apps brauchst. Das ist kein böser Wille, aber es gehört zur vollständigen Kalkulation.

In Summe landest du bei einem professionellen Shopify-Shop schnell bei 4.000 bis 12.000 Euro im ersten Jahr. Nur an laufenden Kosten. Das ist die Zahl, die fehlt, wenn dir jemand "ab 29 Euro im Monat" verspricht.

Wahr-Kosten-Rechner Formel: Echte Jahreskosten für Online-Shop mit Beispielrechnung

Der Wahr-Kosten-Rechner: So kalkulierst du ehrlich

Die meisten Kostenvergleiche zeigen dir die Einmalkosten und vielleicht die monatliche Shopify-Gebühr. Das ist, als würdest du ein Auto nur nach dem Kaufpreis bewerten und Versicherung, Sprit und Werkstatt ignorieren. Deshalb nutze ich den Wahr-Kosten-Rechner: eine einfache Formel, die dir den echten Jahrespreis zeigt.

Die Formel:
Gesamtjahreskosten = Einmalige Setup-Kosten + (Monatliche Fixkosten x 12) + Transaktionsgebühren (geschätzt) + Einmalige Zusatzkosten (Rechtstexte, Fotos)

Beispiel 1: DIY-Shop mit Shopify

  • Setup: 0 Euro (selbst gemacht)
  • Theme: 0 Euro (kostenloses Theme)
  • Shopify Basic: 36 Euro Ã- 12 = 432 Euro
  • Apps (minimal): 80 Euro Ã- 12 = 960 Euro
  • Domain: 15 Euro
  • Rechtstexte (Generator): 100 Euro
  • Jahreskosten: ca. 1.500 Euro

Beispiel 2: Professioneller Shop via Freelancer

  • Setup: 3.000 Euro
  • Premium-Theme: 180 Euro
  • Shopify Basic: 36 Euro Ã- 12 = 432 Euro
  • Apps: 250 Euro Ã- 12 = 3.000 Euro
  • Produktfotos: 800 Euro
  • Rechtsberatung: 800 Euro
  • Jahreskosten: ca. 8.200 Euro

Beispiel 3: Agentur-Shop

  • Setup: 10.000 Euro
  • Shopify: 79 Euro Ã- 12 = 948 Euro
  • Apps: 350 Euro Ã- 12 = 4.200 Euro
  • Wartung: 150 Euro Ã- 12 = 1.800 Euro
  • Content: 2.000 Euro
  • Rechtsberatung: 1.200 Euro
  • Jahreskosten: ca. 20.100 Euro

Bei HS Activa liege ich mit allen Kosten (Shopify-Plan, Apps, Tools, Content) bei ungefähr 700 Euro pro Monat. Das ist ein gewachsener Shop mit über 15 aktiven Apps. Kein Einsteiger-Setup. Trotzdem: Diese Zahl steht in keinem Agentur-Prospekt.

✅ ROI-Faustregel

Damit sich ein professioneller Shop-Aufbau rechnet, solltest du innerhalb von 12 Monaten mindestens das Dreifache deiner Gesamtjahreskosten als Umsatz erzielen. Bei 8.000 Euro Jahreskosten also 24.000 Euro Umsatz. Erreichst du das nicht, war der DIY-Weg die bessere Wahl.

Worauf du bei der Agenturwahl achten solltest

Wenn du dich für eine Agentur entscheidest, achte auf fünf konkrete Punkte. Vergiss "Referenzen ansehen" und "Bauchgefühl". Die folgenden Kriterien trennen gute Agenturen von teuren Enttäuschungen. Ich habe als App-Entwickler hunderte Shops gesehen und weiß, was schiefgeht.

1. Kennt die Agentur dein Shopsystem wirklich?
Frag nach konkreten Shopify-Projekten. Nicht nach "wir können alles". Eine Agentur, die gleichzeitig Shopify, WooCommerce, Magento und Shopware anbietet, ist in keinem System wirklich gut. Spezialisierung schlägt Bauchladen.

2. Wer betreut dich nach dem Launch?
Der Launch ist der Anfang, nicht das Ende. Gibt es einen klaren Support-Vertrag? Reaktionszeiten? Oder bist du nach der Übergabe auf dich allein gestellt? Das ist der häufigste Frustrationsgrund, den ich von Shop-Betreibern höre.

3. Ist Conversion-Optimierung im Scope?
Ein schönes Design verkauft nicht. Conversion-Optimierung schon. Frag konkret: Wird der Checkout optimiert? Gibt es A/B-Testing? Oder liefert die Agentur ein hübsches Theme und wünscht dir viel Erfolg?

4. Wer erstellt die Rechtstexte?
AGB, Datenschutzerklärung, Widerrufsbelehrung, Impressum. Das muss rechtssicher sein, besonders im DACH-Raum mit der DSGVO. Wenn die Agentur sagt "das machen wir mit", frag wer. Ein Anwalt? Oder ein Template-Generator?

5. Wer ist dein konkreter Ansprechpartner?
Sprichst du mit dem Vertriebler, der nach dem Verkauf verschwindet? Oder hast du direkten Draht zum Entwickler oder Projektmanager, der deinen Shop tatsächlich baut?

Als Shopify-App-Entwickler sehe ich täglich, was falsch läuft. Der häufigste Fehler: Theme-Anpassungen per Code-Override, die beim nächsten Shopify-Update kaputtgehen. Eine gute Agentur arbeitet mit Child-Themes oder sauberen Sections. Frag danach.

Checkliste: Das brauchst du vor dem Agenturgespräch

Je besser du vorbereitet bist, desto günstiger wird das Projekt. Jede Stunde, die eine Agentur mit Rückfragen verbringt, zahlst du. Diese Checkliste spart dir bares Geld und beschleunigt den Prozess um Wochen.

Hier ist, was du vor dem ersten Gespräch fertig haben solltest:

  • Vollständige Produktliste: Name, Preis, Beschreibung, Varianten, Lagerbestand
  • Produktfotos in guter Qualität (freigestellt oder neutraler Hintergrund)
  • Logo in Vektorformat (SVG, AI oder EPS)
  • Marken-Farben und Schriften definiert (oder zumindest 2 bis 3 Beispiel-Shops, die dir gefallen)
  • Zahlungsmethoden festgelegt: PayPal, Kreditkarte, Klarna, Vorkasse?
  • Budget und Timeline schriftlich fixiert
  • Ziel-KPIs definiert: Wie viel Umsatz erwartest du nach 6 Monaten?
  • Wunsch-Shopsystem oder bist du offen für eine Empfehlung?

Klingt nach viel? Ist es. Aber ich habe bei HS Activa den Fehler gemacht, ohne klare Produktliste in ein Agentur-Projekt zu starten. Ergebnis: drei Wochen Verzögerung und 1.500 Euro zusätzliche Kosten, weil alles nachträglich geändert werden musste. Spar dir das.

⚠️ Achtung

Achtung

 Rechtstexte nicht vergessen

Kein Shop darf ohne DSGVO-konforme Datenschutzerklärung, AGB und Widerrufsbelehrung live gehen. In Deutschland drohen sonst Abmahnungen ab dem ersten Tag. Kläre VOR dem Launch, ob die Agentur das übernimmt oder ob du einen Anwalt brauchst. Kosten: 500 bis 1.500 Euro.

📊 Das zeigen die Zahlen

1.500€ – 15.000€

Einmalige Kosten für professionellen Online-Shop

300€ – 600€

Monatliche laufende Kosten (Apps, Wartung, Updates)

29€

Shopify Basis-Abo Startpreis pro Monat

❓ Häufige Fragen zu online shop erstellen lassen

F: Was kostet es, einen Online-Shop erstellen zu lassen?

Zwischen 1.500 und 15.000 Euro für die meisten kleinen bis mittleren Shops. Ein einfacher Shopify-Shop mit professionellem Setup kostet 2.000 bis 5.000 Euro. Dazu kommen laufende Kosten ab 200 bis 600 Euro pro Monat für Apps, Hosting und Wartung. Die Einmalkosten sind also nur ein Teil der Rechnung.

F: Kann man einfach einen Onlineshop eröffnen?

Technisch ja. Mit Shopify ist ein erster Shop in wenigen Stunden live. Rechtlich ist es komplizierter: Du brauchst DSGVO-konforme Datenschutztexte, korrekte AGB und eine Widerrufsbelehrung. Ohne das riskierst du Abmahnungen, und die kosten schnell mehr als der Shop.

F: Wie viel kostet die Erstellung eines Webshops?

Das hängt vom System und Umfang ab. Ein Freelancer für ein Shopify-Setup berechnet 1.500 bis 4.000 Euro. Eine Agentur für einen individuellen WooCommerce- oder Shopify-Shop liegt bei 5.000 bis 15.000 Euro. Maßgeschneiderte Enterprise-Lösungen mit ERP-Anbindung und Mehrsprachigkeit starten bei 20.000 Euro aufwärts. Für die meisten Gründer ist die mittlere Kategorie der Sweet Spot.

F: Wie viel Geld braucht man für einen Onlineshop?

Minimum: circa 500 bis 800 Euro für einen funktionsfähigen DIY-Shopify-Shop mit kostenlosem Theme, Domain und Rechtstexten. Realistisch für einen professionellen Auftritt: 3.000 bis 8.000 Euro einmalig plus 200 bis 500 Euro pro Monat laufende Kosten. Plane das erste Jahr komplett durch, nicht nur die Setup-Kosten.

F: Wie lange dauert es, einen Online-Shop erstellen zu lassen?

Ein einfacher Shopify-Shop: 2 bis 4 Wochen. Individueller Shop mit eigenem Design: 4 bis 8 Wochen. Komplexe Projekte mit ERP-Anbindung: 3 bis 6 Monate. Der größte Zeitfresser sind fehlende Inhalte und endlose Abstimmungsschleifen. Gute Vorbereitung halbiert die Projektdauer.

F: Was ist der Unterschied zwischen Shopify und WooCommerce?

Shopify ist eine gehostete Lösung: Du zahlst monatlich und musst dich um keine Technik kümmern. WooCommerce ist ein WordPress-Plugin: kostenlos in der Basis, aber du brauchst eigenes Hosting und technisches Know-how. Shopify ist einfacher, WooCommerce ist flexibler. Für die meisten physischen Produkte im DACH-Raum ist Shopify die pragmatischere Wahl.

F: Wann lohnt es sich, den Onlineshop selbst zu erstellen?

Wenn du unter 20 Produkte hast, ein begrenztes Budget und erstmal testen willst, ob dein Konzept funktioniert. Shopify mit einem kostenlosen Theme reicht für einen MVP völlig aus. Investiere erst in eine Agentur, wenn du weißt, dass dein Produkt sich verkauft.

Meine Empfehlung

Lass dir keinen Shop für 10.000 Euro bauen, wenn du noch nicht weißt, ob dein Produkt sich verkauft. Starte mit Shopify, einem kostenlosen Theme und 10 Produkten. Teste. Wenn die ersten Bestellungen kommen und du merkst, dass es funktioniert, investiere in professionelles Design und eine Agentur.

Wenn du sofort professionell starten musst (etablierte Marke, Investorendruck, B2B-Kunden), dann nimm eine spezialisierte Shopify-Agentur. Aber rechne mit dem Wahr-Kosten-Rechner: Einmalkosten plus monatliche Kosten mal zwölf plus Transaktionsgebühren. Das ist die Zahl, die zählt.

Drei Dinge noch: Rechtstexte vom Anwalt, nicht vom Generator. Shopify Payments einrichten, spart echtes Geld. Und die App-Kosten in den Budgetplan schreiben, bevor du unterschreibst. Nicht danach.

Fazit

✅ Fazit

Ein Shop für 10.000 Euro lohnt sich nur, wenn dein Geschäftsmodell bereits validiert ist. Wer neu startet, sollte mit Shopify und einem kostenlosen Theme testen, bis die ersten Bestellungen beweisen, dass das Produkt funktioniert. Erst dann macht die Investition in professionelles Design und eine Agentur Sinn. Berechne vor jeder Entscheidung die echten Jahreskosten: Einmalkosten + (monatliche Kosten × 12) + Transaktionsgebühren + App-Abos.

Severin Bro

Severin Schweiger ist Shopify-Experte und spezialisiert auf KI-gestützte Automatisierungen im E-Commerce. Seit über 10 Jahren arbeitet er mit Shopify und unterstützt Stores dabei, Prozesse zu automatisieren, Conversion zu steigern und Wachstum systematisch zu skalieren.

Er hat mehr als 80 Shopify-Stores bei der Implementierung und Optimierung von Automations- und Funnel-Systemen begleitet, mit klarem Fokus auf Effizienz, Skalierbarkeit und messbare Ergebnisse.

Sein Fokus liegt darauf, E-Commerce-Unternehmern zu zeigen, wie sie mit intelligenten Shopify- und KI-Workflows manuelle Arbeit eliminieren, verlorenen Umsatz zurückholen und sich vollständig auf Wachstum und strategische Entscheidungen konzentrieren können.